Tierlehrer

Tierlehrerin
Bianca Richter

Bianca

Meinen ersten Hund bekam ich im Alter von zwölf Jahren. Von Anfang an habe ich es abgelehnt, ihm ein Halsband anzulegen und ihn ohne jegliche Anwendung von Hilfsmitteln erzogen. Dafür lernte ich durch intensive Zuwendung, seine Körpersprache, Botschaften und Signale richtig zu verstehen und eine innige Beziehung zu ihm aufzubauen. Indem ich mir selbst bestimmte Gesten und Körperhaltungen angeeignet habe, konnte ich meinem Hund gegenüber die Position des „ranghohen Wolfes“ einnehmen. Von ihm wurde ich als natürliche Autorität anerkannt. Ich konnte ihm in jeder Situation vertrauen.

Seitdem gehören Hunde untrennbar zu meinem Leben. Schon während meiner Tätigkeit als gelernte Köchin spürte ich den großen Wunsch, die Arbeit mit Hunden zu meinem Beruf zu machen. Deshalb suchte ich immer nach Möglichkeiten, um diesen Wunsch zu verwirklichen.

1996 hatte ich die entscheidende Begegnung: Ich lernte die Retriever-Züchterin und Tierlehrerin Hannelore Dahl kennen. Über sie bekam ich Zugang zur Feltmann-Methode, nach der Hannelore Dahl lizenziert ist und nach der sie ausschließlich unterrichtet.
In dieser Methode fand ich meine eigenen Auffassungen und Erfahrungen im Umgang mit Hunden vollständig bestätigt. Deshalb begann ich ebenfalls eine Ausbildung beim Institut Feltmann-v. Schröder. Seit 2001 besitze ich die Lizenz, im Namen dieses Instituts zu unterrichten. Seit Mai 2006
habe ich mich vom Institut Feltmann getrennt, da es nach meiner Auffassung auch noch andere Wege gibt Hund und Menschen zu helfen die in Nöten sind.

Seitdem ist viel passiert: Im Jahr 2005/2006 habe ich eine Fortbildung für Physiotherapie für Hunde nach Blümchen /Woßlick gemacht. Dies war eine gute Entscheidung: Ich habe einen tiefen Einblick in die Anatomie der Hunde bekommen. Denn da es oft passiert, dass Hunde Aggressionen zeigen, weil sie schmerzen haben oder krank sind und dies leider oft nicht erkannt wird, erkenne ich diese Probleme schneller im voraus. Es ist wichtig ein Gangbild oder eine falsche Körperhaltung zu erkennen, sodass der richtige Tierarzt dazu beitragen kann, dass dem Hund und Halter geholfen wird. Ich habe dadurch gute Erfahrungen machen dürfen.

2007 habe ich meine Hündin Abigail bekommen. Ein großer Dank gilt dabei an die Familie Düballa, dass sie mir diesen tollen Hund anvertraut haben. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass sie mal die Stammhündin meiner Zucht wird. Abi ist sehr arbeitsfreudig, vielseitig einsetzbar und unheimlich menschenbezogen . Wir legten viele Prüfungen ab, diese wir auch mit Erfolg abgeschlossen hatten. Wir machten viel Dummyarbeit und später schnupperten wir in das jagdliche Training hinein: Wir haben viel gesehen, schöne wie auch nicht so schöne Dinge, die beim Training angewandt wurden. Somit packte mich der Ehrgeiz auch in diesem Bereich über prositive Bestärkung mit dem Hunden zu arbeiten. Damit beschloss ich auch die Zuchtzulassung mit Abi sowie die Zwingerzulassung im DRC zu machen. So war mein Zwinger ,, Golden Power of Lindelbach " geboren. Aus meinem erstem Wurf, dem A-Wurf, habe ich Amica und Augas behalten. Auch mit diesen arbeite ich im jagdlichen Bereich wie auch mache ich Dummyarbeit mit beiden. Da Abi nun 2012 die durchaus schwierige Dr.-Heraeus-Gedächtnis-Prüfung für Retriever (HP/R) bestanden hatte , machte ich 2013 meinen Jagdschein in der Jagdschule Dr. Fellmer. Seit 2005 bin ich jedes Jahr auch bei anderen Trainern mit meinen Hunden im Training, da es sowohl mir, als auch meinen Hunden sehr viel Spaß macht und ich keine meiner Entscheidungen je bezweifelt habe. Weiterhin danke ich meinem Mann, meiner Tochter und allen die mich auf diesem weitem Weg sowie auch meinen Hunden begleitet und mich all die Jahre voll unterstützt haben.